„Die Eibe ist giftig!“ ist seit Kindesbeinen an das Mantra, welches meist von Eltern mitgegeben wird. Dieses „Gesetz“ ist unumstößlich, wie ich erst neulich wieder erfahren durfte, als ich genüsslich eine Beere der Eibe abpflückte und aß. Ein Aufschrei ging durch meinen Garten, die Eibe ist doch giftig… nicht essen!!!

Dieser kleine Vorfall bewog mich dazu, hier über das Thema kurz zu schreiben. Ja, die Eibe ist durch und durch (sehr) giftig – die europäische Eibe enthält z.B. das Gift Taxin B – , man sollte daher weder die Nadeln essen, noch die Rinde kauen und beim Totholz bearbeiten eine Maske tragen, um den Staub nicht oder nur wenig einzuatmen. Bspw. können Vergiftungen durch eine Taxus baccata Leber- und Nierenschäden bewirken und im extremen Fall zu Krampfanfällen oder zum Tod führen. Daher ist generell – inbesondere bei Kindern – Achtung geboten.

Da ich aber kein Freund von pauschalen Verboten sondern eher von Aufklärung und Wissen bin, hier nun das „Aber“: Es gibt einen kleinen Teil an einer Eibe, den man essen kann und der durchaus sehr schmackhaft ist: die roten Beeren oder Früchte, die an weiblichen Eiben heranreifen und leuchtend rot allerlei Vögel & Co anlocken. Da muss man als Mensch schon schnell sein, will man eine Beere abbekommen. 😉

Aber Vorsicht!!! In der Frucht steckt ein Samenkern, der wiederum sehr giftig ist (darin ist das Gift Taxin besondern hoch konzentriert!), diesen also nur ablutschen und dann wieder ausspucken. Das Fruchtfleisch schmeckt für mich ein wenig wie Litschi – süßlich, fruchtig.

Wer es mal probieren will, nur zu, es ist – soweit an die Hinweise einhält und vor allem den Kern wieder ausspuckt – nicht gefährlich!

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ENGLISH

„The yew is poisonous“ is since the mantra, which is mostly given by parents. This „law“ is irrevocable, as I recently experienced again, when I picked a berry from a yew and ate it with relish. An outcry went through my garden, the yew is poisonous… do not eat!!!

This small incident induced me to write about this topic here. Yes, the yew is (very) poisonous through and through – the European yew contains e.g. the poison Taxin B -, one should therefore neither eat the needles, nor chew the bark and wear a mask while working on dead-wood, in order not to inhale the dust. For example, poisoning by a Taxus baccata can cause liver and kidney damage and in extreme cases lead to seizures or death. Therefore, in general – especially with children – attention is required.

But since I am not a friend of general prohibitions but rather of education and knowledge, here is the „but“: There is a small part of a yew which can be eaten and which is very tasty: the red berries or fruits which ripen at female yews and attract with a bright red color all kinds of birds. As a human being, you have to be fast to get a berry.

But be careful!! In the fruit is a seed, which is again very poisonous (in it the poison Taxin is particularly highly concentrated!), this therefore only suck the flesh away and then again spit out. The flesh tastes a bit like lychee to me – sweetish, fruity.

If you want to try it, go ahead, it’s not dangerous – as far as you follow the instructions and spit out the seed again!